Förderung für Zukunftsthemen im Amtsbezirk Lüneburg: „Wasserstoffwirtschaft“ und „Technikfolgenabschätzung Elektromobilität“ – Projektträger ist das Transferzentrum Elbe-Weser

Das Transferzentrum Elbe-Weser (TZEW) hatte sich mit zwei Projekten im Rahmen des Landes-Förderprogramms “Regionale Entwicklungsimpulse” beworben, am 04.12.2018 überreichte dazu Birgit Honé, Niedersächsische Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung, in Lüneburg die Förderbescheide.

Hintergrund „Regionale Entwicklungsimpulse“: Das Land Niedersachsen stellt im Jahr 2018 einmalig mit dem Programm “Regionale Entwicklungsimpulse” Mittel zur Verfügung, die gezielt das strategische Handeln der Regionen und die Zusammenarbeit derselben fördern sollen. Ziel ist es, durch neue Kooperationsmodelle oder innovative Kooperationsprojekte einmalig im Jahr 2018 wirkungsvolle Impulse für die Zukunftsfähigkeit der Regionen zu setzen.

Gefördert werden die Projekte „Projektekoordination Wasserwirtschaft“ sowie „Technikfolgenabschätzung zu den Auswirkungen der Elektromobilität“ – „beides Themen die für

v.l. Frank Fasold (Projektkoordinator EMobilität), Dr. Roland Hamelmann (Projektkoordinator Wasserstoff), Arne Engelke-Denker (Leiter TZEW), Birgit Honé (Nds Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung), Monika Scherf (Landesbeauftragte ArL), Manfred Nahstedt (Landrat des Landkreises Lüneburg)

die Region hohe Bedeutsamkeit haben und modelhaften Charakter für Niedersachsen“ berichtet Arne Engelke-Denker, Inhaber des Transferzentrums Elbe-Weser (TZEW), über die erfolgreich platzierten Anträge.

Die Wasserstoffwirtschaft eröffnet im Zuge der Energiewende und dem zunehmenden Trend zu einer ökologischen und klimafreundlichen Wirtschaft ein hohes Zukunftspotenzial in der Industrie und Energiewirtschaft. Im Amtsbezirk Lüneburg befindet sich mit den dort ansässigen Industriebetrieben ein Zentrum der norddeutschen Wasserstoffwirtschaft – große Erzeugungsmengen, erschließbare Speicherkapazitäten und Nutzungsanlagen sowie Betriebs-Know-how. Darüber hinaus bietet die Region mit ihren zahlreichen Windkraftanlagen großes Potenzial für die Erzeugung von „grünem“ Wasserstoff (Power-to-X). Das Projekt zielt darauf ab, die Region als mögliche Wasserstoff-Modellregion in der Erprobung einer Wasserstoffwirtschaft zu positionieren. Um die Möglichkeiten der Region für eine Wasserstoffwirtschaft „sichtbar“ zu machen, werden konkrete Nutzungspfade für Wasserstoffanwendungen herausgearbeitet und entwickelt. Regionale Potenziale und Aktivitäten im Bereich Wasserstoff werden dabei in einem Netzwerk zusammengeführt, um darüber eine Kompetenzbündelung der beteiligten Akteure zu erlangen.

Ebenfalls eine Förderung erhält das Projekt „Technikfolgenabschätzung zu den Auswirkungen der Elektromobilität“. Die Automobilindustrie steht technologisch und wirtschaftlich vor einem tiefgreifenden Strukturwandel, hervorgerufen durch die Elektrifizierung des Antriebsstrangs in seinen verschiedenen Ausprägungen. Dies wird zukünftig zu neuen Entwicklungen, Veränderungen und Wandel in bestehenden Geschäftsmodellen führen. Dies trifft nicht nur die Fahrzeughersteller, sondern all jene, die im Netzwerk der Fahrzeugindustrie agieren und somit eine Vielzahl von Zulieferern und Dienstleistern verschiedenster Unternehmensgrößen. Auch für die Unternehmen in der Region beinhaltet diese anstehende Veränderung Chancen für neue Produkte und Verfahren, aber auch deutliche Risiken, von denen nicht nur die spezialisierten Zulieferer betroffen sind. Insbesondere auch eine Vielzahl von kleinen und mittleren Unternehmen in den nachgelagerten Wertschöpfungsketten, wie z.B. aus dem Kfz-Gewerbe, werden den Strukturwandel merken. Die Technikfolgenabschätzung trägt dazu bei, frühzeitig Probleme zu identifizieren und offene Fragen zu beantworten, die im Zusammenhang mit den Veränderungen stehen. Ziel ist es, die Frage zu beantworten, ob die Innovationspotenziale und -fähigkeiten der Unternehmen ausreichen, um sich dem Wandel erfolgreich stellen zu können. Auf diesen Erkenntnissen aufbauend sollen Handlungsoptionen für Unternehmen und die Politik aufgezeigt werden.

Beide Projekte weisen einen hohen kooperativen Ansatz auf. Einbezogen werden alle 11 Landkreise aus dem Amtsbezirk Lüneburg, die Kammern, die Wirtschaftsförderungen sowie Unternehmen und Hochschulen aus der Region.